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Froschhumpen Original

- die naturverwöhnte Erfrischung seit Sommer 2016

Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Ist es gar ein Selfiestick in Grün?

Keine Sorge, es ist lediglich ein Froschhumpen Original: Ein schmackhafter Trunk, gebraut aus feinsten Zutaten, veredelt mit isotonischen Raffinessen. Ein biologisch erzeugtes Bier, das Kenner und Könner zum feuchtfröhlichen Quaken bringen wird. Doch der Reihe nach …

Sie fragen sich womöglich, was Sie unter dem Begriff Froschhumpen verstehen dürfen. Diese essenzielle Frage möchte ich Ihnen gerne beantworten. Als ich letzten Sommer an der Isar verweilte, die Welt an mir vorüberziehen ließ und mich an der herrlichen Naturpracht erfreute, überkam mich ein sagenhaftes Durstgefühl. Vielleicht sind Sie mit ähnlichen Gelüsten vertraut, doch an dieser Stelle möchte ich nicht abschweifen. Ich öffnete also meinen Rucksack und musste zu meinem großen Bedauern feststellen, dass sich darin keinerlei Erfrischungsgetränke befanden. Die Idee zum Froschhumpen war geboren!

Entschuldigen Sie bitte meinen Übereifer, liebe Leserinnen und Leser. Hierbei handelte es sich um eine verfrühte Information, die Ihre Aufmerksamkeit auf die Probe stellen sollte. Nichts für ungut, zur Beruhigung empfehle ich ein schmackhaftes Froschhumpen Original.

So blickte ich an besagtem Sommertag in meinen Rucksack, den ich übrigens vor Kurzem in einem namhaften Designerladen erwarb, und blieb durstig. Doch halt! Ein Getränkemarkt könnte die Lösung für mein Problem, namentlich Flüssigkeitsmangel, sein. Mit letzter Kraft erhob ich meinen Schweiß getränkten Körper, setzte meine neue Ray Ban Sonnenbrille auf und machte mich auf meinen Weg Richtung Glück.

Die Qual der Getränkewahl

Im Laden angekommen stellte sich die Frage, welches der kühlen und gleichsam flüssigen Köstlichkeiten meinen Durst am besten löschen konnte. Ich schlenderte zum alkoholfreien Abteil des Sortiments, begutachtete die diversen Fläschchen und entschied mich nach eingehender Prüfung für ein biologisch angebautes Ingwergetränk aus zertifiziert fairem Handel. 100 % Fruchtsaft, ein unter hippen Personen äußerst bekannter Markenname und das vielversprechende Mindesthaltbarkeitsdatum prangten auf dem Etikett, das das Produkt formschön zierte. Auf dem Weg zur Kasse überkamen mich jedoch ernsthafte Zweifel, die die Vorfreude auf das Ingwergebräu trübten.

Was, wenn der Ingwer seine natürliche Schärfe bereits vollends entfachen konnte? Wie viel Zeit würde ich heute tatsächlich noch abseits meines heimischen Wasserspenders verbringen? Und das schlimmste Szenario von allen wäre sicherlich: Wo fände ich Ersatz, sagte mir die Flüssigkeit nicht zu? Müsste ich in solch einem Fall erneut Durst leiden oder sollte ich es wagen? Wirklich ein weiteres Erfrischungsgetränk erwerben? Die Antwort auf diese Fragen war schnell gefunden - ein beherzter Griff zu einem alkoholfreien Bier konnte es nur sein. Genauer gesagt handelte es sich dabei um ein Helles, Brauerei irrelevant.

Link zu mehr Infos rund um Froschhumpen

Tag X bricht an - das Froschhumpen ist erfunden!

Nachdem ich meinen Einkauf bezahlt und erneut am Ufer der Isar Platz genommen hatte, hing ich meinen Gedanken nach. Ich sinnierte über mein Leben, den ungeliebten Kollegen und die Vor- und Nachteile von Onlineshopping. Dabei trank ich das Ingwergetränk und meine Befürchtungen bewahrheiteten sich rasch, denn der hippe Wurzeltrunk war scharf. So entschloss ich mich zu einem gewagten Unterfangen: Ich öffnete Getränk Nummer zwei, das alkoholfreie Bier, und nahm einen großen Schluck, der die Ingwerschärfe relativieren sollte. Plötzlich entfaltete sich in meinem Mundraum ein Aroma, das mich in höhere Geschmacksphären katapultierte. Der milde Tenor des Bieres schmiegte sich zärtlich an den Charakter des Ingwers, liebkoste den Schärfegrad mit einer sanften Note und formte einen prickelnden Abgang, der an süße Pistazieneiscreme erinnerte. Liebe Freunde des guten Geschmacks, an dieser Stelle erahnen Sie womöglich, was nun geschah.

Die Idee zum Froschhumpen Original war endlich geboren!

Vom erfolgreichen Scheitern

Doch wie sollte er nun sein, der beste Bier-Newcomer des Jahres? Idealerweise hell wie seine mütterliche Muse und ein wenig scharf wie sein herber Vater aus der Ingwer-Linie. Selbstverständlich ebenfalls natürlich, ohne Zusatzstoffe und – als Garant für Qualität und guten Geschmack – aus biologischen Zutaten gebraut. Mit dieser perfekten Idee stand ich nur wenige Tage später vor der schweren Eisenpforte einer weltbekannten Münchner Brauerei und war bereit, mein Rezept gegen eine gerechte Entlohnung abzugeben. Eine lebenslange Versorgung mit Gebrautem sowie eine großzügige finanzielle Unterstützung für die nächsten Jahre schienen mir angebracht. Doch haben Sie einmal versucht, einem bayerischen Brauer ein Ingwer-Bier anzubieten? Mein Rezept wurde verkannt! Im Nachhinein muss ich sagen: Und das war auch gut so! Denn schon beim Verlassen des angestaubten Firmenbüros, in dem Innovationen seit Jahrhunderten keinen Zutritt mehr hatten, stand fest, dass ich mein Bier selbst brauen würde.

Ein letzter Wunsch?

In den nächsten Wochen studierte ich Biere in Theorie und Praxis, wälzte dicke Bücher und trank Gebrautes aller Art. Doch je mehr ich mich mit dem Thema befasste, umso deutlicher wurde: Ohne Hilfe würde ich nur schwer einen Start finden. Braupfanne, Kessel, Filter- und Abfüllanlage sowie die strengen Auflagen des Gesundheitsamtes waren eine schwerere Hürde als jeder Kater. An einem kühlen Septemberabend war ich dann voller Resignation fast bereit, den Froschhumpen zu vergessen. Meine Studienreise hatte mich mittlerweile nach Franken geführt, wo die Brauereidichte besonders hoch ist und wo es nicht schwer sein sollte, sich eine Idee ein für alle Mal aus dem Kopf zu trinken. Mit gesenktem Kopf, einer letzten Flasche Ingwer-Bräu und meinen handschriftlichen Notizen setzte ich mich in die hinterste Ecke einer Gaststube mit eigner Brauerei und bestellte ein Bier, alsbald das nächste und sicher noch einige weitere. Irgendwann gegen Mitternacht trat dann ein junger Mann in das Blickfeld meiner müden Augen, der mich offensichtlich aus seiner Wirtschaft werfen wollte. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass er tatsächlich fragte: „Haben Sie noch einen letzten Wunsch?“. Und da ich bekanntlich einen hatte, erzählte ich ihm ausführlich vom Froschhumpen, vom Ingwer-Bier-Erlebnis an der Isar, meinen Brauversuchen und meiner verzweifelten Studienreise durch das bayerische Mutterland des Bieres. Noch während ich erzählte, zapfte er ein frisches Bier, setzte sich zu mir an den Tisch, nahm meine letzte Flasche Ingwer-Bräu, würzte sein Bier und trank einen kräftigen Schluck. Noch in derselben Nacht schlossen wir einen folgenschweren Pakt: Er war bereit, meine Kreation zu brauen.

Fränkische Handwerkskunst trifft meine Weltidee

Während die ersten Brauversuche anliefen, war ich damit beschäftigt, ein Logo zu entwerfen, ein Flaschendesign zu wählen und, besonders wichtig, erste Abnehmer zu finden. Mir war klar, dass konservative Biertrinker nicht die Kunden der ersten Stunde sein konnten. Stattdessen vertraute ich ganz meiner Sonnenbrille, einer zerschlissenen Hose und einem verdammt teuren Hemd, dass ich kürzlich erworben hatte. So gekleidet, besuchte ich jede mir bekannte Bar, die auch nur halbwegs den Namen „hipp“ verdient hatte. Ebenso gehörten Bioläden, vegane Cafés und Studentenkneipen zu meinem Suchraster. Und so kam es, dass ich noch vor Abschluss der ersten Produktion die zweite Charge komplett verkauft hatte. Geschmack setzt sich eben durch.